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Farben

Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten von Farben, über Farbräume und die von uns eingesetzten Farbprofile.

Was ist eigentlich Farbe?

Farbe entsteht auf zwei verschiedenen Wegen. Bei der reflektiven Entstehung von Farben wird weißes Licht, das auf ein Objekt trifft, absorbiert oder reflektiert. Das Blatt eines Baumes erscheint grün, weil die grünen Anteile des Sonnenlichts reflektiert (zurückgeworfen) und alle übrigen Anteile absorbiert („geschluckt“) werden. Im Gegensatz dazu wird bei der transmissiven Erzeugung von Farben Licht mit einer bestimmten Farbe ausgesandt. Ein Bildschirm oder Fernseher mit Bildröhre zeigt beispielsweise einen roten Punkt an, indem ein Stoff (Phospor) hinter der Oberfläche aktiviert wird und rot leuchtet. Flachbildfernseher und LCD-Bildschirme arbeiten anders und stellen Farben dar, indem sie winzig kleine Farbfilter nutzen, die nur das Licht einer bestimmten Farbe hindurchlassen.

Eine Schwierigkeit im Umgang mit Farben besteht darin, dass jeder Mensch Farben anders wahrnimmt. Diese Unterschiede ergeben sich aus Verschiedenheit unserer Augen und der Verarbeitung der von ihnen aufgenommenen Eindrücke in unserem Gehirn. Neben eindeutig feststellbaren Einschränkungen wie der Blindheit für bestimmte Farben bestehen von Mensch zu Mensch feinste Unterschiede bei der Wahrnehmung einzelner Farben. Um überhaupt eine einheitliche Farbdarstellung zu ermöglichen, gibt es Farbräume und Farbprofile, die wir nach der Beschreibung der Möglichkeiten zur Farbdarstellung vorstellen werden.

Additive und subtraktive Farbmischung

Bei der Erzeugung von Farben kann auch zwischen der subtraktiven und der additiven Farbmischung unterschieden werden. Die oben dargestellte Entstehung mit Reflektion und Absorbtion benutzt die subtraktive Farbmischung, d. h. alle absorbierten Farben werden vom weißen Licht subtrahiert, sodass nur die Farbe des Gegenstandes übrig bleibt.

Die additive Farbmischung geht den umgekehrten Weg. Hier werden mehrere Farben zusammengemischt, sodass eine neue Farbe entsteht. So erzeugt ein Röhrenbildschirm die Farbe gelb, indem er rot und grün mischt. Die transmissive Erzeugung von Farben entpricht also der additiven Farbmischung.


Additive Farbmischung

Subtraktive Farbmischung


Damit bei beiden Verfahren alle Farben erzeugt werden können, müssen unterschiedliche Grundfarben eingesetzt werden. Dies führt zu verschiedenen Farbräumen, die im nächsten Abschnitt beschrieben werden.

Farbräume

Die drei wichtigsten Farbräume sind LAB, RGB und CMYK.

Lab

Dieser Farbraum wurde von der Commision Internationale de L'Eclairage (CIE) entwickelt. L* steht für die Helligkeit der Farbe, a* beschreibt die Position auf der rot/grün-Achse und b* entspricht der gelb/blau-Achse. Dies entspricht einem dreidimensionalen Koordinatensystem aus der Mathematik, wobei die Achsen für L* von 0 (dunkel) bis 100 (hell) und für a* bzw. b* von -128 (grün bzw. blau) bis 127 (rot bzw. gelb) gehen. Der große Vorteil dieses Farbraums besteht zum einen darin, dass er dem menschlichen Sehen am nächsten kommt und zum anderen darin, dass er vollkommen unabhängig von einem Gerät und den darauf zum Beispiel verwendeten Papieren und Tinten ist.

RGB

Die Abkürzung RGB steht für die drei Farben Rot, Grün und Blau. Die Darstellung auf Farbfernsehern und Computermonitoren basiert auf diesem Farbraum. Es gibt mehrere Unter-Farbräume zu RGB, die unterschiedlich große Farbräume enthalten.

Adobe RGB (1998) besitzt den größten Farbumfang der RGB-Farbräume und wurde – wie leicht zu erahnen ist – im Jahr 1998 von der Firma Adobe entwickelt. Da er dem CMYK-Farbraum ähnelt, ist er für die Verarbeitung von Bildern, die anschließend gedruckt werden sollen, sehr gut geeignet.

ColorMatch RGB, AppleRGB und sRGB sind drei weitere Farbräume, die jedoch aufgrund ihres begrenzten Farbumfangs nach Möglichkeit nicht für die Bearbeitung von Bildern verwendet werden sollten, wenn diese im Anschluss gedruckt werden sollen.

CMYK

Diese Abkürzung steht für „Cyan, Magenta, Yellow und Black (K)“, also Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Diese vier Farben sind für die Darstellung in der subtraktiven Farbmischung notwendig. Genaugenommen würde CMY (Cyan, Magenta und Gelb) für die Erzeugung aller Farben reichen, aber da es sich nicht um vollkommen reine Farben handelt, wird zusätzlich die Farbe Schwarz eingesetzt. Andernfalls würde – wie bei früheren Heim-Tintenstrahldruckern – statt Schwarz ein dunkles Grün oder Braun erzeugt. Alle Drucker auf Tintenstrahlbasis verwenden diesen Farbraum.

Die von uns eingesetzten Drucker verwenden ein System mit sieben Farben bzw. acht Farben, CcMmYKk-k (Cyan, Light-Cyan, Magenta, Light-Magenta, Yellow, Black, Light-Black, Light-Light-Black), um eine noch feinere Abstufung der Farbtöne zu erzielen.

Farbprofile

Es gibt ganze Bücher zu diesem Thema, sodass wir uns hier auf die wesentlichen Punkte konzentrieren werden. Farbprofile werden eingesetzt, um auf unterschiedlichen Systemen (Scanner, Bildschirme, Drucker) aus den zur Verfügung stehenden Grundfarben möglichst dieselben Farben zu erzeugen.

Wir verwenden für jedes Papier ein individuelles Farbprofil, das auf die Besonderheiten des Papiers abgestimmt ist und damit eine optimale Farbdarstellung ermöglicht.

Für Sie als Kunde bedeutet dies, dass Sie sich um ein spezielles Farbprofil für den Druck nicht kümmern müssen. Es genügt, wenn Sie Ihre Bilder nach Möglichkeit im Farbraum „Adobe RGB (1998)“ bearbeiten und speichern. Dieser Farbraum hat gegenüber sRGB den Vorteil, dass er in bestimmten Bereichen größer ist und den Farbraum der Drucksysteme besser abdeckt. Andere Farbräume wie zum Beispiel eciRGB oder PhotogamutRGB werden von uns ebenfalls unterstützt und im Rahmen des Farbmanagements ausgewertet.